„Die Besten der Besten gibt es nur weltweit“

Inken Braunschmidt war der erste Gast beim YES Dialog in 2017. Sie ist Chief Innovation Officer der innogy SE und Teil des Führungsteam des innogy Innovation Hub. Davor hat Inken Braunschmidt mehrere Jahre im Inhouse Consulting der RWE gearbeitet, zuletzt als Geschäftsführerin, und hat hier den Wandel eines der größten deutschen Energieunternehmen mit begleitet. Dementsprechend gespannt waren die anwesenden Nachwuchsberater von YES Consulting auf die hautnahen Eindrücke und Erkenntnisse.

Wie immer war der YES-Dialog in drei Blöcke geteilt: Im ersten Block steht der Dialogpartner im Vordergrund, anschließend das Unternehmen, bei dem er tätig ist. Zuletzt werden Branchenentwicklungen diskutiert, bevor der Dialog mit einer offenen Fragerunde schließt. Inken Braunschmidt, die im Feld der Innovationsforschung promovierte, riet davon ab, sich beim Thema Innovationen auf die reine Beraterrolle zu beschränken. „Der Berater ist nur ‚Advisor’, Innovationen aber sind ein ‚Hands-on’-Geschäft, hier geht es um Unternehmensentwicklung.“

Den Unterschied zwischen der „alten“ RWE und der neuen „innogy“ sieht Inken Braunschmidt insbesondere in den Denkweisen. Während RWE sich auf die möglichst effiziente Optimierung des bestehenden Kraftwerksparks konzentriert, gilt es bei der innogy, sich neu zu erfinden. Und das geht nur mit dem richtigen Personal. „Die Besten der Besten“ werden vom innogy Innovation Hub gesucht – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Im Innovation Hub wird Englisch gesprochen. Neben dem „Skillset“ kommt es vor allem auf das richtige „Mindset“ an. Gemeint ist, dass neben den technischen Fähigkeiten, die quasi die Grundvoraussetzung sind, das unternehmerische Denken und das Streben nach Exzellenz gefragt ist.

Besonders spannend war, dass bei dem Thema zu großen Trends der Energiewirtschaft eher branchenferne Begriffe fallen – „Artificial Intelligence“, „Drohnen“… Der innogy Innovation Hub versucht, neue Wege zu gehen, die alten bewusst hinter sich zu lassen. Dabei seien auch branchenübergreifende Geschäftsmodelle eine Möglichkeit, so Braunschmidt. Eher bekannt klingen dann weitere Begriffe: Digitale Kundenkommunikation, Blockchain, predictive maintenance. Trotzdem merkt man deutlich, dass hier nicht das traditionsbewusste RWE spricht, sondern ein neues, dynamisches Unternehmen, das die Herausforderungen der Energiewende annimmt.

Wir bedanken uns bei Inken Braunschmidt für ihre Teilnahme am YES-Dialog und den Einblick in die Denkmuster des innogy Innovation Hub zu den aktuellen energiewirtschaftlichen Themen und Trends.