„Interdisziplinäre Teams machen eine gute Beratung aus“

Im zweiten YES Dialog des Jahres 2018 waren wir mit Philipp Schmidt im Gespräch. Herr Schmidt ist Partner bei PricewaterhouseCoopers GmbH WPG (PwC) in Düsseldorf und für den Bereich  „Digital Utilities“(https://www.pwc.de/de/energiewirtschaft/digitalisierung-in-der-energiewirtschaft/digitale-transformation-in-der-energiewirtschaft/das-expertenteam-wir-denken-digital.html) verantwortlich. Kurz gesagt, hilft er und sein Team Akteuren aus der Energie- und Versorgungswirtschaft dabei, die Herausforderungen der digitalen Transformation aus Nutzer- und Anwendersicht zu meistern. Zentraler Anlaufpunkt ist für Schmidt dabei immer der Kunde, seine Wünsche und damit identifizierte Bedarfe.

Seit Abschluss seines Studiums im European Business Programm der FH Münster ist Herr Schmidt in der Beratung tätig. Sein fachlicher Schwerpunkt lag dabei vornehmlich in energiewirtschaftlichen Themenfeldern – von der Erzeugung bis hin zu neuen, digitalen Geschäftsmodellen.

Bei jungen Unternehmensberatern sieht Schmidt die Notwendigkeit, schnell ein vertriebliches Gespür, gepaart mit mindestens ein bis zwei fachlichen und inhaltlichen Schwerpunktthemen zu entwickeln. Die Zeit der reinen Generalisten sei vorbei, so Schmidt im YES Dialog zu den Studierenden. Er begründet dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Kunden operative Lösungen und Use Cases mit direktem Mehrwert wünschen und keine langwierigen Projekte mit umfangreichen Vorstudien, Projektplanungen und Konzeptphasen. Auch aus diesem Grund ist sein Team interdisziplinär besetzt – für Schmidt ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer guten Beratung.

Um seinen Mandanten einen ganzheitlichen Ansatz von A-Z zu bieten, offeriert Schmidt seine Beratungsfelder in vier Bereichen:

  1. Kundenzentrierte Produkte und Services: z.B. innovative Kundenservicelösungen, die Gestaltung von Kundenerlebnissen innerhalb von Customer Journeys und die Umsetzung von Use Cases in Piloten und Minimal Viable Products (MVPs).
  2. IT & Architektur: z.B. Ableitung digitaler Zielbilder, Integrationsarchitekturen in hybriden Cloud-Umgebungen oder die Etablierung von DevOps-Methoden.
  3. Organisatorische Transformation: z.B. Aufbau agiler Organisationsstrukturen mit integrierten Teams sowie Methodenkompetenz in Srum oder Scale Agile Frameworks (SAFe)
  4. Fachthemen Energie: Abgerundet werden die oben genannten Punkte durch fachliche Schwerpunktthemen in den Bereichen digital bzw. predictive Assetmanagement, der Digitalisierung von z.B. Netz- bzw. Hausanschlussprozessen sowie neuen Geschäftsmodellen

Als größter Treiber sieht er gegenwärtig die Digitalisierung, welche EVUs egal welcher Größe, zu akzeptieren und umzusetzen haben. Der Endkunde habe kein Verständnis dafür, dass die Benutzerfreundlichkeit des EVU-Portals schlechter ist als beispielsweise von Amazon oder Spotify. Dabei scheut unser Gesprächspartner auch nicht vor klaren Worten über die Zukunft von EVUs zurück: „Diese müssen sich ausnahmslos fokussieren, also im Vertrieb auf ein oder zwei klare Themen setzen, anstatt einer Vielzahl paralleler Projekte ins Nichts zu führen“, so Schmidt.

Wir bedanken uns herzlichst bei Herrn Schmidt für den interessanten YES Dialog und seine spannenden Antworten auf unsere Fragen rund um die Themen Consulting und Digitalisierung.

                  

Bildquellen: PWC

  • Der YES Dialog

    Im YES Dialog kommen die Mitglieder von YES Consulting regelmäßig mit Experten aus den verschiedenen Teilbereichen der Energiewirtschaft ins Gespräch. Der thematische Fokus der Dialoge liegt dabei auf energiewirtschaftlichen Fragestellungen sowie den jeweiligen Unternehmensprofilen, Einstiegschancen und Karrieremöglichkeiten. Als Jungberater können die YES-Consultants von den Meinungen und Einschätzungen der professionellen Kolleginnen und Kollegen profitieren.